Interclub Herren 45+ - 2. Runde 2026
Interclub‑Tagesbericht Senioren 45+ – Die epische Schlacht von Herzogenbuchsee
Nach der Auftaktniederlage in Scheuren – über die wir aus Gründen der seelischen Hygiene nicht weiter sprechen – reisten wir mit voller Kapelle ins Oberaargau. Ein Kader so breit wie die Schultern von Wawrinka, so motiviert wie ein Junior vor seinem ersten Racket und so erfahren wie… nun ja… Senioren 45+ eben.
Besammlung – Kapitel 1: Koffein & Kameradschaft
Treffpunkt war die Coop‑Tankstelle Klus, wo Kaffee, Gipfeli und erste Ausreden für allfällige spätere Niederlagen verteilt wurden. Die Stimmung: heiter. Die Erwartungen: realistisch. Die Hoffnung: unerschütterlich.
Ankunft in Herzogenbuchsee – Kapitel 2: Idyll & Identitäten
Die Tennisanlage lag wunderschön am Waldrand, fast schon zu idyllisch für das, was folgen sollte. Die Gegner: sympathisch, freundlich, sportlich – also genau wie wir, einfach mit etwas mehr Heimvorteil.
In ihren Reihen: ein gebürtiger Mümliswiler. Sofort stellte sich die Frage: Maulwurf? Undercover‑Agent? Oder einfach ein Exil‑Mümliswiler, der den Weg zurück noch nicht gefunden hat.
Einzel – Kapitel 3: Freud, Leid und ein Wadenbeisser
Stefano, Marius und Paul eröffneten den Tag.
- Stefano erledigte seinen Gegner so klar, dass man fast Mitleid bekam. Fast.
- Paul hingegen verlor ebenso klar, allerdings in die andere Richtung. Sportlich fair, aber trotzdem schade.
- Marius traf auf einen ehemaligen FC‑Herzogenbuchsee‑Wadenbeisser aus den 80ern. Ein Mann, der offenbar nie aufgehört hatte, jeden Ball, jeden Punkt und vermutlich auch jeden Mitspieler zu jagen. Eindrücklich.
Das Resultat? Geduld. Kommt später.
Dann folgten Mäthu und Peter N.
- Peter kämpfte sich über drei Sätze, und dank Stefanos Coaching holte er vier Games in Serie. Leider reichte es nicht ganz, weil Nussbi leider auch ein paar Games verlor.
- Mäthu hingegen profitierte nicht vom Coaching. Roman Probst, Gründer und Ehrenmitglied des Unihockey Mümliswil, zündete nach nervösem Start den Turbo und spielte fehlerfrei zum Sieg. Mäthu blieb nur die Erkenntnis: Gegen einen Roman im Flow hilft kein Coaching der Welt.
Und Marius?
Der spielte immer noch. Und kämpfte. Und lief. Und kämpfte weiter.
Nach verlorenem Startsatz drehte er das Ding nach rund drei Stunden und gewann in drei Sätzen. Ein Marathonmann. Ein Held. Ein medizinisches Wunder.
Doppel – Kapitel 4: Terrabänder vs. Vitaparcours
Der Captain setzte auf Peter A. und Ruedi, die sich mit Terrabändern professionell aufwärmten. Andere bevorzugten den Vitaparcours – vermutlich wegen der Aussicht auf weniger Muskelkater.
Stefano und Mäthu gewannen ihr Doppel im Champions‑Tiebreak gegen Ädu und Romi. Trotz Stefanos liebevoller Ermahnung an sich selber:
„Vater, beweg di!“
Peter A. und Ruedi hingegen waren chancenlos. Die Gegner zu stark, die Bälle zu schnell, die Hosen… na ja… laut Peter:
„I glaube, i schisse i d’Hose.“
Nebenschauplätze – Kapitel 5: Die Tasche des Jahrhunderts
Für Gesprächsstoff sorgte Marius, der einem Gegner dessen Tennistasche für 80 Franken abluxte. Eine old‑style Ionex Wawrinka‑Edition. Ein Schnäppchen. Ein Raubzug. Ein Meisterwerk. Nicht einmal die TWINT-Probleme brachten ihn aus der Fassung.
Wie der Gegner seine Sachen nach Hause brachte?
Vielleicht mit Dämu’s Migros‑Papiertasche.
Vielleicht gar nicht.
Vielleicht wohnt er jetzt auf der Anlage.
Kulinarik – Kapitel 6: Grill, Salat, Torte, Grappa
Nach dem Apéro servierte die Heimmannschaft Grilladen, selbstgemachte Salate, Linzertorte und Tiramisu. Ein Festmahl, das fast die Niederlage vergessen liess. That's Interclub.
Grappa gab’s auch.
Aber Grappa‑Mats hatte schon genug Wein intus und verzichtete schweren Herzens. Oder schweren Beins. Oder beidem.
Schlusswort – Kapitel 7: Tradition verpflichtet
Leider ging der schöne Tag dem Ende zu. Nach den obligaten Reden der beiden Capitäne verabschiedeten wir uns – wie schon 2023 – mit einer knappen 3:4‑Niederlage von den Buchsi'ern.
Wir haben alles gegeben.
Wir haben gekämpft.
Wir haben geschwitzt.
Wir haben gelacht.
Und es hat trotzdem nichts gebracht.
Aber eines ist sicher:
Es war ein grossartiger Tag.